Andreas Räber, Autor und Texter

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Papier – unscheinbar und doch Ursprung grosser Gedanken

«A weisses Blatt’l Papier.» Dieses Lied der bayrischen Popband Relax fällt mir manchmal wieder ein. Zum Beispiel dann, wenn «A weisses Blatt’l Papier», wie auch im Liedtext, schon seit Stunden vor mir liegt, während ich mir vergebens Gedanken über den Einstieg in einen Text oder zu einer Mitteilung mache. Manchmal erlebe ich dabei einen totalen Stillstand.  

Schreibstau nennen erfahrene Autoren so eine Situation. Man will schreiben und weiss nicht (mehr) was. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Denn auf einem Blatt Papier entstehen viele grosse Gedanken, die sich insbesondere in der Kultur und in der Produktion äussern. Was so ein leeres Blatt Papier alles bewirken kann, zeigen die nachfolgenden 2 Zitate:

«Für mich gibt es keine schwarze oder weisse Musik. Wenn du Noten zu Papier bringst, was hast du dann? Du hast Schwarz, und du hast Weiss. Zusammen ergeben Schwarz und Weiss die grossartigste Musik, die die Welt je gehört hat – und das ist der Blues.» (Rufus Thomas _ US-amerikanischer Blues- und Soulsänger, Radiomoderator, Entertainer und Talentscout)

Noten sind in geschriebener Form stumm. Erst die Instrumente helfen ihnen, ihre Bestimmung zu leben. Und doch, der Anfang beginnt meistens auf einem leeren Blatt. Von der Idee zur Anleitung und von dort zur Umsetzung.

«Drang und Eile zugleich nötigten mich zu einem wunderbaren Hülfsmittel: kaum hatte ich einen interessanten Gegenstand gefasst und ihn mit wenigen Strichen im allgemeinsten auf dem Papier angedeutet, so führte ich das Detail, das ich mit dem Bleistift nicht erreichen noch durchführen konnte, in Worten gleich daneben aus und gewann mir auf diese Weise einesolche innere Gegenwart von dergleichen Ansichten, dass eine jede Lokalität, wie ich sie nachher in Gedicht oder Erzählung nur etwa brauchen mochte, mir also bald vorschwebte und zu Gebote stand.» (Johann Wolfgang Goethe, Dichtung und Wahrheit)

Ein weisses Kopierpapier ist oft der Anfang zahlreicher Ideen.

Der Griff zum Drucker, ein Kopierpapier nehmen und schon kann die Idee entstehen.

Aus Notizen entstehen grosse Gedichte, Geschichten, Konzepte, Lieder und vieles mehr.

Es ist wie bei einer Geburt. Das Blatt ist wie eine Gebärmutter, die nährt und am Ende ein Wunder von sich geben kann.

Der Bestseller Autor Steven King rät dazu, kein Notizbuch bei sich zu tragen.

«Die grossen Ideen entstehen letztendlich im Kopf. Dennoch schreiben Autoren häufig Dinge auf, die ihnen plötzlich einfallen und die sie später garantiert vergessen, weil es um Trivia geht oder um komplexe Zusammenhänge, die man sich nicht so einfach merken kann.» (Quelle: Vomschreibenleben.de Annika Bühnemann)

«Nichts ist inspirierender als ein weisses Blatt Papier.»

Diesen Satz nützte der deutsche Automobilhersteller Audi und will damit vermitteln, wie und wo Ideen ein Gesicht beziehungsweise eine Form bekommen.

Das Papier: Abbilden, Konzepte erfassen, Liebes- und andere Briefe und vieles mehr

Da ist eine Idee. Wir spüren sie genau und setzen uns hin. Ein Griff zum Drucker, ein Kopierpaper und es kann beginnen. Viele gute Einfälle und Entwicklungen werden auf einem Blatt Papier erst konkret. Und doch ist der Trend zum papierlosen Büro heute in vielen Firmen ein Thema. Zumindest in grösseren Unternehmen, wo Übersicht und Entsorgung ebenfalls ein grösseres Thema sind. Papier lässt sich allerdings nicht überall ersetzen, wie das humorvolle nachfolgende Video aufzeigt:

Wann und wie wurde das Papier erfunden?

So richtig weiss das niemand. Laut meinen Recherchen im Web wurde das Verfahren zur Papierherstellung als erstes von dem Chinesen Cai Lun 105 nach Christus erwähnt. Es gibt aber auch Papierfunde aus China, die auf das Jahr 200 vor Christus datiert und damit deutlich älter sind, als die Aufzeichnungen des Cai Lun. (Quelle: wasistwas.de)

Die Geschichte vom Papier wird im nachfolgenden Video bis in die heutige Zeit dargestellt.

Wir nutzen Papier also seit über 2000 Jahren. Trotz der zunehmenden Digitalisierung ist es für viele Menschen immer noch wichtig, auf Papier zu schreiben. Aus diesem Gefühl heraus ist auch der ganz besondere Reader und Writer „Remarkable” entstanden. Ein “digitales Papier”, das der Autor dieses Blogs auch selbst nutzt.

Papierlos oder back to the Roots?

Die Entwicklung wird wohl weiter in Richtung papierlos gehen. Wie positiv dies sein wird und wie gross der Einfluss auf die Natur, lässt sich schwer abschätzen. Unsere nachfolgende Generation und auch wir selbst notieren uns viele Dinge auf dem Smartphone. Was dieses Gerät letztendlich noch unersetzlicher macht und je nach notierter Info auch gefährlich  – zumindest, wenn es in die falschen Hände gerät.

Digitale Daten können gehackt werden

Dann werden wohl viele wieder auf das altbewährte Papier zugreifen. In einigen Pressemeldungen im Jahr 2013 war zu lesen, dass der russische Geheimdienst wieder auf Schreibmaschinen umstellt («Russischer Geheimdienst FSO setzt auf Schreibmaschinen» – Spiegel.de).

Papier ist wahrscheinlich vertrauenswürdiger als das offene Netz … Ein Gedanke, den es sich trotz all der Vorteile der Digitalisierung durchaus lohnt, weiter zu verfolgen.

Weiterführende Webtipps zum Thema Papier

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