Verpackungsentwicklung - Persönlichkeitsentwicklung

Kleider machen Leute und Verpackung macht Marke

Erinnern Sie sich an die gleichnamige Novelle des Schweizer Dichters Gottfried Keller? Der Schneidergeselle Wenzel Strapinski kleidet sich trotz Armut gut. In einer fremden Stadt wird er aufgrund seines Äusseren für einen polnischen Grafen gehalten. Einen «Betrug» aufdecken, sein Gesicht verlieren, wer möchte das schon? Nachdem er aus Schüchternheit versäumt hat, die Verwechslung aufzuklären, versucht er zu fliehen. Doch dann verlieben sich die Tochter des Amtsrates und er ineinander, worauf der Schneider die ihm aufgedrängte Grafenrolle weiterspielt. Aber bald sorgt ein verschmähter Nebenbuhler dafür, dass der vermeintliche Hochstapler entlarvt wird. Die Geschichte findet aber dennoch zu einem guten Ende (Quelle: Wikipedia.org).

Kleider machen Leute

Wie kleiden Sie sich, wenn Sie an ein Bewerbungsgespräch gehen? Wenn Sie zum Dinner mit einer angesehenen Persönlichkeit eingeladen sind? Die meisten von uns würden sich modern und elegant kleiden. Denn es schickt sich nicht, visuell ab-, beziehungsweise aufzufallen. Das Beispiel vom Schneider zeigt, wie sehr wir uns auf das Äussere abstützen. Das kann zu falschen Einschätzungen, zu falschen Erwartungen und damit auch zu Überforderungen führen.

Werte wie Kompetenz, Wissen und Erfahrung sind innere Werte und oft erst in der Praxis sichtbar.

Dann, wenn der Mitarbeiter bereits angestellt ist. Authentizität und Transparenz von Anfang an verhindert solche Missverständnisse und den Klacks im beruflichen Lebenslauf, wenn man schon in der Probezeit entlassen wird.

Verpackung macht Marke

Unsere Welt ist vollgepackt mit Botschaften. Mit Eigendarstellung. Im Marketing ist es wichtig, möglichst viel über die Zielgruppe zu wissen. Denn so kann das Produkt entsprechend gestylt werden.

Nicht nur das Produkt ist entscheidend, sondern auch die Kleidung. Pardon, die Verpackung.

Denn Verpackung macht Marke. Übertrieben? Im Jahr 2011 erzielte die Schweizer Verpackungsindustrie einen Umsatz von sage und schreibe 6,7 Mrd. Franken. Aussehen und Stabilität sind nun mal wichtig. In diesem Jahr waren etwas über 19‘000 Mitarbeiter in der Verpackungsindustrie beschäftig. Verpackung hat viele gute Seiten, die wir zuerst entdecken müssen.

Verpackung macht Marke. Ich stelle mir vor, dass ich einen neuen PC aus dem Verkaufsregal nehme. Er ist nur mit einer Plastikfolie überzogen und hat darum auch schon einige Kratzer am Gehäuse. «Kratzer bedeuten alt und verbraucht» denke ich. Es erinnert mich an den Blick in den Spiegel. Jahresringe und Erfahrungen hinterlassen Spuren. Dagegen kann man etwas machen. Unsere Haut braucht Pflege und Schutz. Auch ein PC. Der Verpackungsentwickler nimmt sich dem Styling und dem nötigen Schutz diversester Waren an. Wenn nötig entwickelt er eine individuelle Verpackung, die dem Produkt voll und ganz entspricht.

Verpackung macht Marke - Beispiel Wein

Marke macht Verpackung

Qualitativ hochstehende Produkte möchte ich entsprechend verpackt und präsentiert bekommen. Ich will ja einwandfreie Waren. Mein Bose-Kopfhörer, für den ich vier Hunderter hingelegt habe, war in einer stabilen Verpackung.

Sie gibt mir das Gefühl, gut investiert zu haben. Sie vermittelt mir das Gefühl von Marke. Marken sind vertrauenswürdig. Deshalb ist die Botschaft der Verpackung einer Marke äusserst wichtig.

Auch, dass sie später fachgerecht entsorgt werden kann. Am besten so, dass sie aufbereitet wiederverwendet werden kann. Das BAFU (Bundesamt für Umwelt) schreibt «Zur Herstellung von 1,2 Millionen Tonnen Papier werden in der Schweiz jährlich ca. 1 Mio. Tonnen Faserstoffe benötigt. 90% davon werden durch die Wiederverwertung von Altpapier gewonnen. Daher ist Altpapier- und Kartonrecycling ein wichtiger Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz.»

Wir gestalten Dinge, unseren Alltag und wie wir uns oder was auch immer präsentieren wollen. Es geht um uns. Um ein gutes Gefühl. Um den eigenen Wert. Wir kommen, ob bei Kleidern, Verpackung, etc. nicht drum herum, Authentizität zu leben und zu vermitteln. Echt und transparent zu bleiben. Alles andere wäre Betrug. Vielleicht nicht unbedingt ein bewusster. Die Folgen blieben aber gleich schwierig.

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